Ab wann brauche ich eine Warenwirtschaft und was muss sie können?
Einige E-Commerce-Projekte werden ohne Warenwirtschaft bzw. ERP-System gestartet. Gerade wenn man nur wenige Produkte und Bestellungen über seinen Onlineshop abwickelt, ist das auch völlig in Ordnung. Shopsysteme wie Shopware haben rudimentäre Funktionen zur Versandabwicklung und zur Bestandspflege integriert, die für den Einstieg ausreichend sind.
Doch ab einem gewissen Wachstum wird das Shopsystem zum Flaschenhals. Die Frage ist nicht ob, sondern wann eine Warenwirtschaft notwendig wird – und welche Funktionen sie dann mitbringen sollte.
Wann stößt der Onlineshop allein an seine Grenzen?
Die Anzeichen dafür, dass ein ERP-System nötig wird, sind meistens eindeutig:
Zu viele manuelle Schritte im Tagesgeschäft: Wenn das Verbuchen von Bestellungen, das Aktualisieren von Lagerbeständen oder das Erstellen von Rechnungen täglich Stunden kostet, ist Automatisierungsbedarf vorhanden.
Mehrere Verkaufskanäle: Sobald Produkte nicht nur im eigenen Shop, sondern auch auf Marktplätzen wie Amazon, eBay oder Otto verkauft werden, braucht man ein zentrales System, das alle Kanäle synchronisiert. Lagerbestände manuell auf drei Plattformen aktuell zu halten ist fehleranfällig und zeitaufwändig.
Wachsendes Sortiment: Ab einigen Hundert Artikeln wird die Stammdatenpflege direkt im Shop unübersichtlich. Bilder, Texte, Preise und technische Daten zentral zu verwalten und in alle Kanäle auszuspielen ist eine Kernkompetenz guter ERP-Systeme.
Stationäres Geschäft parallel zum Online-Shop: Wenn ein Ladenlokale mit Kassensystem parallel zum Onlineshop betrieben wird, muss der Lagerbestand kanalübergreifend gepflegt werden – sonst entstehen Überverkäufe und Retouren.
Skalierung in der Logistik: Wer täglich mehr als 30–50 Pakete versendet, braucht automatisierte Prozesse für Versandlabeldruck, Trackingübermittlung und Rückmeldeflüsse zu den Logistikdienstleistern.
Buchhaltung und DATEV-Anbindung: Bestellungen manuell für die Buchhaltung aufzubereiten kostet Zeit und erzeugt Fehler. Eine gute Warenwirtschaft übergibt Buchungsdaten automatisch an DATEV oder direkt an die Buchhaltungssoftware.
Was eine gute Warenwirtschaft leisten muss
Nicht jedes ERP-System ist gleich gut auf E-Commerce ausgerichtet. Wer im Online-Handel tätig ist, sollte auf folgende Kernfunktionen achten:
Anbindung aller Verkaufskanäle: Shop, Marktplätze und Ladenkasse müssen über Echtzeit-Schnittstellen verbunden sein. Bestandsänderungen müssen sofort in alle Kanäle gespiegelt werden, um Überverkäufe zu vermeiden.
Automatisierte Bestandspflege: Lagerzu- und -abgänge sollten vollautomatisch aus Bestellungen, Wareneingängen und Retouren erzeugt werden. Manuelle Korrekturen sollten die Ausnahme, nicht die Regel sein.
Zentrale Stammdatenverwaltung: Artikeltexte, Bilder, Preise, Steuersätze und technische Attribute werden einmal gepflegt und von dort in alle angebundenen Systeme verteilt.
Kunden- und Bestellverwaltung: Vollständige Bestellhistorie, Kundenkommunikation und Retourenmanagement an einem Ort – für Kundenservice und Vertrieb gleichermaßen.
Versandabwicklung: Automatischer Versandlabeldruck, Übergabe an DHL, DPD, UPS und Co., Trackingübermittlung an den Kunden und Rückmeldung an den Shop – alles ohne manuellen Eingriff.
Zahlungsabgleich und automatische Rechnungsstellung: Eingehende Zahlungen werden automatisch den richtigen Bestellungen zugeordnet, Rechnungen werden ohne manuelle Eingabe erstellt und versendet.
DATEV- und Buchhaltungsschnittstellen: Die automatische Übergabe von Buchungsdaten an DATEV oder andere Buchhaltungssysteme spart erheblichen Aufwand und minimiert Fehlerquellen.
Die Herausforderung: Multi-Channel-Komplexität
Das eigentliche Komplexitätsproblem im E-Commerce ist nicht die schiere Anzahl an Bestellungen, sondern die Vielfalt der Kanäle, die unterschiedliche Datenformate, Preisstrukturen und Versandanforderungen mitbringen:
- Amazon hat eigene Anforderungen an Produktdaten, Preise und Fulfillment
- eBay arbeitet mit anderen Kategorien und Attributen als der eigene Shop
- Ein stationäres Ladenlokal benötigt Kassendaten in Echtzeit
- Dropshipping-Lieferanten haben eigene Bestandsmeldungen und Lieferzeiten
- Internationale Shops brauchen Mehrwährungsunterstützung und länderspezifische Steuersätze
Ein leistungsfähiges ERP-System abstrahiert diese Komplexität und stellt intern eine einheitliche Datenstruktur bereit – nach außen spricht es die Sprache jedes Kanals.
Warum wir auf xentral setzen
Wir setzen bei unseren Kundenprojekten auf das Warenwirtschaftssystem xentral. xentral wurde speziell für wachsende E-Commerce-Unternehmen entwickelt und kombiniert klassische ERP-Funktionen mit modernen Cloud-Fähigkeiten.
Was xentral auszeichnet:
- Tiefe Shopware-Integration: Die Verbindung zwischen Shopware 6 und xentral ist ausgefeilt – Bestellungen, Bestände, Kundendaten und Versandstatus werden in Echtzeit synchronisiert.
- Marktplatz-Anbindungen: Amazon (inklusive FBA), eBay, Otto, Kaufland und weitere Plattformen sind nativ integriert oder über Plugins anschließbar.
- Flexibles Regelwerk: xentral erlaubt es, Automatisierungsregeln zu definieren – z.B. welche Bestellungen sofort versendet werden, welche in die manuelle Prüfung gehen und wie Retouren verbucht werden.
- Beste Einkaufspreise: xentral zeigt bei der Beschaffung automatisch den günstigsten Einkaufspreis je Lieferant an und unterstützt bei der Nachbestellungsplanung.
- Wachstumsbereit: xentral skaliert mit dem Unternehmen mit – von 50 Bestellungen am Tag bis zu mehreren Tausend.
Der richtige Zeitpunkt für die Einführung
Eine häufige Frage ist: Wann ist der richtige Zeitpunkt, um ein ERP-System einzuführen? Die ehrliche Antwort lautet: früher als die meisten denken.
Wer wartet, bis er täglich 200 Bestellungen verarbeitet, hat das ERP-System bereits zu spät eingeführt – dann kämpft man mit schlechten Prozessen unter Volllast, und eine Migration wird zum Risiko. Besser ist es, das System einzuführen, wenn die Prozesse noch überschaubar sind und das Team Zeit hat, die neue Plattform zu erlernen und sauber aufzusetzen.
Unsere Faustregel: Ab 30–50 täglichen Bestellungen, sobald ein zweiter Verkaufskanal hinzukommt oder sobald das erste Kassensystem im Ladenlokal eine Rolle spielt, sollte man die ERP-Frage aktiv angehen.
Wie wir die Integration begleiten
Eine ERP-Einführung ist kein reines Software-Projekt – es ist ein Prozessoptimierungsprojekt. Wir begleiten unsere Kunden von der Anforderungsanalyse über die technische Integration bis zur Schulung des Teams. Typische Schritte dabei:
- Ist-Analyse: Welche Systeme sind im Einsatz, welche Prozesse laufen bereits automatisiert, wo sind die größten Schmerzpunkte?
- Systemauswahl: Wir prüfen, ob xentral für den spezifischen Anwendungsfall die richtige Wahl ist oder ob ein anderes System besser passt.
- Datenmigration: Stammdaten, Kundendaten und Bestellhistorien werden sauber migriert.
- Integration und Testing: Shopware, xentral, Logistik und Zahlungsanbieter werden verbunden und ausführlich getestet.
- Schulung und Go-Live: Das Team wird in den neuen Prozessen geschult, der Live-Gang erfolgt planvoll.
Du interessierst dich für xentral und möchtest wissen, wie man die Lösung am besten in deine Geschäftsprozesse integrieren kann? Kontaktiere uns für einen kostenlosen und unverbindlichen Beratungstermin – wir freuen uns auf das Gespräch.
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