Kundenabhängige Artikelpreisgruppen
Ein Kunde, ein Sonderpreis, aber nur für bestimmte Warenbereiche: Du hinterlegst die Preisgruppe je Kategorie direkt am Kunden. Neue Kundengruppen brauchst du dafür nicht.
Auf dieser Seite
- Einleitung
- Was du mit diesem Plugin erreichst
- Für wen ist dieses Plugin?
- Installation
- Erste Schritte
- Einstellungen
- zur Dokumentation
- Plugin für diesen Verkaufskanal aktivieren
- So richtest du kundenabhängige Preise ein
- So legst du deine Preisgruppen an
- So gibst du Kategorien für die Preisbildung frei
- So legst du die Preisregel an
- So ordnest du einem Kunden eine Preisgruppe zu
- So hinterlegst du den Sonderpreis am Artikel
- So prüfst du das Ergebnis im Shop
- Fehlerbehebung
- Der Kunde sieht seinen Sonderpreis nicht
- Die Kategorie erscheint beim Kunden nicht in der Suche
- Im Reiter „Artikelpreisgruppen” steht „Keine Artikelpreisgruppen vorhanden.”
- Der Eintrag „Kundenabhängige Artikelpreisgruppen” fehlt unter „Kataloge”
- Ein anderer Preis setzt sich durch als erwartet
- FAQ
- Für Administratoren / Technische Details
- Systemanforderungen
- Installation über die Kommandozeile (Composer)
- Berechtigungen
- Was beim Deinstallieren passiert
- Preise und Zwischenspeicher
Einleitung
Kundenabhängige Artikelpreisgruppen hilft dir dabei, einzelnen Kunden für bestimmte Warenbereiche einen eigenen Preis zu geben — ohne sie in eine zweite Kundengruppe zu stecken und ohne täglich Preislisten zu importieren.
Der klassische Fall aus dem B2B-Alltag: Ein Kunde kauft bei dir grundsätzlich zu seinem normalen Preisniveau ein. Für die Produkte eines bestimmten Herstellers oder einer bestimmten Warengruppe hast du ihm aber ein anderes Preisniveau zugesagt. Genau das bildest du mit diesem Plugin ab: Du hinterlegst beim Kunden „für diese Kategorie gilt Preisgruppe VK2” — und in allen Produkten dieser Kategorie sieht er automatisch den Preis, den du für VK2 hinterlegt hast.
Was du mit diesem Plugin erreichst
- Du gibst einem Kunden für einzelne Kategorien ein abweichendes Preisniveau, während er in seiner gewohnten Kundengruppe bleibt.
- Du legst so viele Preisniveaus an, wie du brauchst — zum Beispiel VK2, VK3, Projektpreis, Jahresvereinbarung.
- Du kannst einem Kunden mehrere Kategorien mit jeweils unterschiedlichen Preisgruppen zuordnen.
- Der Sonderpreis wirkt überall dort, wo der Kunde den Preis sieht: in der Artikelansicht, im Warenkorb und in der Kasse.
- Nicht angemeldete Besucher sehen immer deinen normalen Verkaufspreis — deine Sonderkonditionen bleiben also nicht öffentlich einsehbar.
- Du entscheidest je Verkaufskanal, ob diese Preislogik dort überhaupt greifen soll.
Für wen ist dieses Plugin?
Für Shops mit gewachsenen Preisabsprachen — Großhandel, B2B, Fachhandel, Händlerbetreuung. Überall dort, wo Preise nicht nur „pro Kunde” oder nur „pro Produkt” gelten, sondern in der Kombination aus Kunde und Warenbereich.
Installation
Nach dem Kauf steht dir das Plugin direkt in deiner Administration zur Verfügung — du musst nichts herunterladen.
- Melde dich in deiner Shopware-Administration an (
DeinShop.de/admin) - Öffne Erweiterungen → Meine Erweiterungen
- Klicke neben Kundenabhängige Artikelpreisgruppen auf Installieren
- Aktiviere das Plugin anschließend über den Schalter links neben dem Eintrag
Abb. 1: Das aktivierte Plugin in der Übersicht „Meine Erweiterungen”
Ist der Schalter blau, ist das Plugin aktiv. Rechts findest du den Link Konfigurieren — darüber kommst du jederzeit zu den Einstellungen.
Bei der Installation legt das Plugin einen Tag mit dem Namen Preisbildend an. Diesen Tag brauchst du in Schritt So gibst du Kategorien für die Preisbildung frei, um festzulegen, welche Kategorien überhaupt für die kundenabhängige Preisbildung in Frage kommen.
Taucht Kundenabhängige Artikelpreisgruppen nicht in der Liste auf, ist dein Shopware-Konto noch nicht mit dem Shop verbunden. Das erledigst du unter Erweiterungen → Meine Erweiterungen im Reiter Shopware Account.
Erste Schritte
Damit ein Kunde am Ende seinen Sonderpreis sieht, greifen fünf Bausteine ineinander. Halte dich beim ersten Einrichten an diese Reihenfolge — jeder Schritt baut auf dem vorigen auf:
- Preisgruppe anlegen — dein Preisniveau bekommt einen Namen, zum Beispiel „VK2”. Unter Kataloge → Kundenabhängige Artikelpreisgruppen
- Kategorien freigeben — du markierst mit dem Tag Preisbildend, welche Kategorien für diese Preislogik gelten sollen. Unter Kataloge → Kategorien
- Preisregel anlegen — die Regel verbindet die Preisgruppe später mit dem Preis am Artikel. Unter Einstellungen → Automatisierung → Rule Builder
- Kunden zuordnen — du legst fest, welcher Kunde in welcher Kategorie welche Preisgruppe bekommt. Unter Kunden, im Reiter Artikelpreisgruppen
- Preis am Artikel hinterlegen — hier steht, was der Kunde tatsächlich zahlt. Am Produkt im Reiter Erweiterte Preise
Danach prüfst du das Ergebnis im Shop: Melde dich als Testkunde an und öffne ein Produkt aus der freigegebenen Kategorie.
Wichtig: Der Sonderpreis erscheint erst, wenn der Kunde angemeldet ist. Ohne Anmeldung kann der Shop nicht wissen, welche Preisgruppen für den Besucher gelten — er zeigt deshalb immer den normalen Preis.
Einstellungen
Die Einstellungen erreichst du auf zwei Wegen: über den Link Konfigurieren in Erweiterungen → Meine Erweiterungen oder über Einstellungen → Erweiterungen → Kundenabhängige Artikelpreisgruppen.
Die Seite ist bewusst schlank gehalten — die eigentliche Arbeit findet in den Preisgruppen, beim Kunden und am Artikel statt. Oben auf der Seite steht der Verkaufskanal-Auswahl, darunter findest du folgende Punkte:
zur Dokumentation
Über die Schaltfläche zur Dokumentation öffnest du diese Anleitung online — in der Sprache, in der du die Administration bedienst. Praktisch, wenn du beim Einrichten kurz nachschlagen willst, ohne die Administration zu verlassen.
Plugin für diesen Verkaufskanal aktivieren
Mit dem Schalter Plugin für diesen Verkaufskanal aktivieren legst du fest, ob die kundenabhängige Preisbildung im ausgewählten Verkaufskanal überhaupt wirkt. Der Hilfetext daneben sagt es unmissverständlich: Kundenabhängige Preisgruppen wirken nur in Verkaufskanälen, für die dieser Schalter aktiviert ist. Standardmäßig ist er eingeschaltet.
Wozu das gut ist: Betreibst du neben deinem B2B-Shop noch einen Endkunden-Shop, willst du dort in der Regel keine ausgehandelten Händlerpreise ausspielen. Wähle oben den betreffenden Verkaufskanal aus und schalte den Schalter dort aus — deine Zuordnungen bleiben dabei vollständig erhalten und wirken in den übrigen Kanälen weiter.
Tipp: Wenn du eine Einstellung für alle Kanäle gleich haben willst, lass die Verkaufskanal-Auswahl auf der Vorgabe stehen. Änderst du sie für einen einzelnen Kanal, gilt dort ab sofort dein abweichender Wert.
So richtest du kundenabhängige Preise ein
Dieses Kapitel führt dich einmal komplett durch die Einrichtung — am durchgehenden Beispiel der Preisgruppe „VK2”, der Kategorie „Music, Home & Automotive” und der Kundin „Verlie Gusikowski”.
So legst du deine Preisgruppen an
Was dir das bringt: Eine Preisgruppe ist der Name für ein Preisniveau. Erst wenn dieses Niveau einen Namen hat, kannst du es einem Kunden zuordnen und einen Preis dafür hinterlegen. Fang deshalb hier an.
Schritt für Schritt
- Öffne im Hauptmenü Kataloge → Kundenabhängige Artikelpreisgruppen
- Klicke oben rechts auf Preisgruppe hinzufügen
- Gib bei Preisgruppenname eine für dich sprechende Bezeichnung ein, zum Beispiel
VK2 - Lass den Schalter Aktiv eingeschaltet
- Klicke auf Speichern
Abb. 2: Eine neue Preisgruppe bekommt lediglich einen Namen und den Status „Aktiv”
Anschließend steht deine Preisgruppe in der Übersicht. Die Spalte Status zeigt mit einem grünen Haken, dass sie aktiv ist.
Abb. 3: Die Übersicht listet alle angelegten Preisgruppen
Tipp: Wähle Namen, die du auch in einem halben Jahr noch verstehst. „VK2” oder „Händler Nord” hilft dir später mehr als „Gruppe 1”. Denselben Namen siehst du beim Kunden und in der Preisregel wieder.
Über die drei Punkte am Ende einer Zeile bearbeitest oder löschst du eine Preisgruppe. Über die Suchleiste oben findest du bei vielen Einträgen schnell die richtige.
So gibst du Kategorien für die Preisbildung frei
Was dir das bringt: Du bestimmst, welche Warenbereiche überhaupt kundenabhängig bepreist werden können. Das hält dir die Auswahl beim Kunden übersichtlich: Statt durch deinen gesamten Kategoriebaum zu scrollen, siehst du dort nur die Kategorien, die du bewusst freigegeben hast.
Die Freigabe erledigst du mit dem Tag Preisbildend, den das Plugin bei der Installation für dich angelegt hat.
Schritt für Schritt
- Öffne Kataloge → Kategorien
- Wähle links im Kategoriebaum die Kategorie aus, die kundenabhängig bepreist werden soll
- Bleib im Reiter Allgemein
- Klicke in das Feld Tags und wähle Preisbildend aus der Liste
- Klicke oben rechts auf Speichern
Abb. 4: Der Tag „Preisbildend” gibt die Kategorie für die kundenabhängige Preisbildung frei
Wiederhole das für jede Kategorie, die du kundenabhängig bepreisen willst. Bereits vorhandene Tags an der Kategorie bleiben unberührt — der Tag kommt einfach dazu.
Tipp: Du musst nicht jede Unterkategorie einzeln freigeben. Ordnest du einem Kunden später eine übergeordnete Kategorie zu, wirkt der Sonderpreis auch bei Produkten aus deren Unterkategorien. Im Beispiel dieser Anleitung ist die Kategorie Music, Home & Automotive freigegeben, und das Produkt liegt in der Unterkategorie Jewelry, Outdoors & Beauty — der Sonderpreis greift trotzdem.
Wichtig: Ohne diesen Tag taucht die Kategorie beim Kunden in der Suche nicht auf. Das ist die häufigste Ursache dafür, dass sich eine Kategorie scheinbar „nicht zuordnen lässt”.
Trick: Wenn sich die Artikel keiner einzigen Kategorie zuordnen lassen
Lassen sich die gewünschten Artikel nicht sauber einer einzigen Kategorie zuordnen — weil sie über mehrere bestehende Kategorien verteilt sind oder gar keine eigene Kategorie haben —, hilft dieser Trick:
- Kategorie anlegen — ganz normal, wie jede andere Kategorie auch.
- NICHT aktivieren — lass den Schalter Aktiv im Reiter Allgemein ausgeschaltet.
- Gib ihr den Tag Preisbildend (siehe oben), damit sie beim Kunden zur Auswahl steht.
- Alle betroffenen Artikel trägst du im Feld Kategorien zusätzlich zu dieser Kategorie ein — UND zu ihrer eigentlichen Kategorie. Ein Artikel kann in Shopware immer mehreren Kategorien gleichzeitig angehören.
Weil die Kategorie inaktiv ist, taucht sie nicht in der Storefront-Navigation auf und stört deinen Shop nicht. Sie dient ausschließlich dazu, genau diese Artikelauswahl für eine eigene Preisgruppe zu bündeln.
So legst du die Preisregel an
Was dir das bringt: Die Preisregel ist das Bindeglied zwischen der Preisgruppe und dem Preis am Artikel. Ohne sie wüsste der Shop nicht, welcher der am Produkt hinterlegten Preise für die Preisgruppe gilt. Du legst sie einmal je Preisgruppe an und verwendest sie danach an beliebig vielen Artikeln.
Schritt für Schritt
- Öffne Einstellungen und wähle im Bereich Automatisierung den Eintrag Rule Builder
- Lege eine neue Regel an
- Gib bei Name eine sprechende Bezeichnung ein, aus der die Preisgruppe hervorgeht — im Beispiel
Kundenabhängige Preisgruppe VK2 - Trage bei Priorität den Wert
999ein - Scrolle zur Karte Bedingungen und stelle die Bedingung zusammen:
- Wähle im ersten Auswahlfeld Artikelpreisgruppe
- Wähle im zweiten Auswahlfeld Ist eine von
- Wähle im dritten Feld die Preisgruppe aus, um die es geht — im Beispiel VK2
- Klicke oben rechts auf Speichern
Abb. 5: Die Bedingung „Artikelpreisgruppe – Ist eine von – VK2” verknüpft die Regel mit deiner Preisgruppe
Tipp: Die hohe Priorität sorgt dafür, dass dein kundenabhängiger Preis sich gegen andere Preisregeln durchsetzt, die am selben Artikel hängen. Hast du mehrere kundenabhängige Preisgruppen, kannst du sie über unterschiedliche Prioritäten in eine bewusste Rangfolge bringen.
Tipp: Du kannst in einer Regel bei Ist eine von auch mehrere Preisgruppen auswählen. Das lohnt sich, wenn verschiedene Preisgruppen am Artikel denselben Preis bekommen sollen. Sollen sie unterschiedliche Preise bekommen, brauchst du je Preisgruppe eine eigene Regel.
Wichtig: Benenne die Regel so, dass du sie am Artikel wiedererkennst. Dort erscheint sie später nur mit ihrem Namen in einer Liste aller Regeln deines Shops.
So ordnest du einem Kunden eine Preisgruppe zu
Was dir das bringt: Hier legst du die eigentliche Vereinbarung fest: Dieser Kunde bekommt in dieser Kategorie dieses Preisniveau. Seine reguläre Kundengruppe bleibt dabei unangetastet — du musst ihn also nicht umgruppieren.
Das Plugin ergänzt dafür in der Kundenverwaltung einen eigenen Reiter Artikelpreisgruppen.
Schritt für Schritt
- Öffne Kunden und rufe den gewünschten Kunden auf
- Wechsle in den Reiter Artikelpreisgruppen
- Klicke oben rechts auf Bearbeiten
- Klicke in der Karte Zuordnungen in das Suchfeld Suche nach Kategorien — es öffnet sich eine zweispaltige Auswahl
- Wähle links die Kategorie aus. Es erscheinen nur Kategorien mit dem Tag Preisbildend (siehe So gibst du Kategorien für die Preisbildung frei)
- Setze rechts das Häkchen bei der Preisgruppe, die für diese Kategorie gelten soll
- Klicke neben die Auswahl, um sie zu schließen, und danach oben rechts auf Speichern
Die fertige Zuordnung steht anschließend in der Karte Zuordnungen: links unter Kategorien der Warenbereich, rechts unter Preisgruppen das zugeordnete Preisniveau.
Abb. 6: Die gespeicherte Zuordnung — der Kunde bekommt in dieser Kategorie die Preisgruppe VK2
Du kannst beliebig viele Zeilen anlegen und einer Kategorie auch mehrere Preisgruppen zuordnen. Zum Entfernen klickst du auf das kleine Kreuz an der jeweiligen Preisgruppe und speicherst.
Wichtig: Steht im Reiter statt der Auswahl der Hinweis Keine Artikelpreisgruppen vorhanden., hast du noch keine Preisgruppe angelegt. Hol das unter Kataloge → Kundenabhängige Artikelpreisgruppen nach (siehe So legst du deine Preisgruppen an).
So hinterlegst du den Sonderpreis am Artikel
Was dir das bringt: Jetzt legst du den Betrag fest, den der zugeordnete Kunde tatsächlich zahlt. Das passiert am Produkt, in der Shopware-eigenen Preisverwaltung — du arbeitest also in einer Oberfläche, die du bereits kennst.
Schritt für Schritt
- Öffne Kataloge → Produkte und rufe den gewünschten Artikel auf
- Wechsle in den Reiter Erweiterte Preise
- Klicke unten auf Preisregel hinzufügen
- Wähle im Auswahlfeld deine Regel aus — im Beispiel Kundenabhängige Preisgruppe VK2
- Trage in der Zeile Preis den Betrag ein, den dieser Kunde zahlen soll
- Klicke oben rechts auf Speichern
Abb. 7: Der Sonderpreis 199,99 € liegt in einem eigenen Block unter der Regel „Kundenabhängige Preisgruppe VK2”
Der normale Verkaufspreis des Artikels bleibt darüber unverändert stehen — inklusive eventueller Staffelpreise. Der Block mit deiner Regel kommt einfach darunter dazu.
Tipp: Du kannst auch für den Sonderpreis Staffeln anlegen. Nutze dafür die Felder Menge von … und bis … und füge über Preisregel duplizieren weitere Zeilen hinzu — genau wie beim normalen Preis.
Wichtig: Der Sonderpreis wirkt nur an Artikeln, die in einer der freigegebenen Kategorien liegen und für die du die Regel hier hinterlegt hast. Ein Artikel ohne diesen Preisblock bleibt beim normalen Preis, auch wenn der Kunde eine passende Zuordnung hat.
So prüfst du das Ergebnis im Shop
Was dir das bringt: Die Gegenprobe im Shop zeigt dir in zehn Sekunden, ob die Kette vollständig ist. Mach sie nach jeder neuen Preisvereinbarung einmal.
Schritt für Schritt
-
Öffne den Artikel im Shop, ohne angemeldet zu sein. Du siehst deinen normalen Verkaufspreis — im Beispiel die Staffel 1.669,58 € bzw. 1.369,06 €
Abb. 8: Ohne Anmeldung sieht der Besucher immer den normalen Preis -
Melde dich im Shop als der Kunde an, dem du die Preisgruppe zugeordnet hast
-
Öffne denselben Artikel erneut. Jetzt steht dort der Sonderpreis — im Beispiel 199,99 €
Abb. 9: Als angemeldeter Kunde mit der Preisgruppe VK2 gilt der Sonderpreis
Der Preis gilt ab hier durchgängig: Er wird in den Warenkorb übernommen und liegt der Bestellung in der Kasse zugrunde.
Tipp: Zum Testen musst du das Kundenkonto-Passwort nicht kennen. Du kannst dich in der Administration im Kundendatensatz über die drei Punkte in der Kundenübersicht im Shop anmelden — der Weg heißt in Shopware Im Storefront anmelden.
Fehlerbehebung
Der Kunde sieht seinen Sonderpreis nicht
Woran es liegt: In der Kette aus Kapitel 5 fehlt ein Glied — oder der Kunde ist schlicht nicht angemeldet.
So behebst du es: Geh die Punkte der Reihe nach durch, es ist fast immer einer davon:
- Ist der Kunde angemeldet? Ohne Anmeldung gilt immer der normale Preis. Das ist so gewollt.
- Hat die Kategorie den Tag Preisbildend? Prüfe unter Kataloge → Kategorien im Reiter Allgemein das Feld Tags.
- Liegt der Artikel in dieser Kategorie? Prüfe die Kategoriezuordnung am Produkt. Auch eine Unterkategorie der freigegebenen Kategorie zählt.
- Steht die Zuordnung beim Kunden? Unter Kunden, Reiter Artikelpreisgruppen, muss die Kombination aus Kategorie und Preisgruppe in der Karte Zuordnungen stehen — und gespeichert sein.
- Enthält die Regel die richtige Preisgruppe? Unter Einstellungen → Automatisierung → Rule Builder muss in der Karte Bedingungen genau die Preisgruppe stehen, die der Kunde hat.
- Ist der Preis am Artikel hinterlegt? Im Reiter Erweiterte Preise muss ein Preisblock mit deiner Regel existieren und dort ein Betrag eingetragen sein.
- Ist das Plugin in diesem Verkaufskanal eingeschaltet? Prüfe in den Einstellungen den Schalter Plugin für diesen Verkaufskanal aktivieren — und zwar bei ausgewähltem betroffenen Verkaufskanal.
- Leere zum Schluss den Zwischenspeicher: Einstellungen → System → Caches & Indizes → Cache leeren. Preise werden zwischengespeichert; nach Änderungen an Regeln und Preisen kann die alte Anzeige noch kurz nachhängen.
Die Kategorie erscheint beim Kunden nicht in der Suche
Woran es liegt: In der Auswahl unter Suche nach Kategorien erscheinen ausschließlich Kategorien mit dem Tag Preisbildend.
So behebst du es: Öffne Kataloge → Kategorien, wähle die Kategorie aus, ergänze im Reiter Allgemein im Feld Tags den Eintrag Preisbildend und speichere. Danach steht sie beim Kunden zur Auswahl.
Im Reiter „Artikelpreisgruppen” steht „Keine Artikelpreisgruppen vorhanden.”
Woran es liegt: Es gibt in deinem Shop noch keine Preisgruppe, die du zuordnen könntest.
So behebst du es: Lege unter Kataloge → Kundenabhängige Artikelpreisgruppen über Preisgruppe hinzufügen mindestens eine Preisgruppe an (siehe So legst du deine Preisgruppen an) und öffne den Kunden danach erneut.
Der Eintrag „Kundenabhängige Artikelpreisgruppen” fehlt unter „Kataloge”
Woran es liegt: Das Plugin ist noch nicht aktiviert, der Zwischenspeicher ist veraltet — oder dein Benutzerkonto hat keine Berechtigung für diesen Bereich.
So behebst du es:
- Öffne Erweiterungen → Meine Erweiterungen und prüfe, ob der Schalter neben dem Plugin eingeschaltet ist
- Leere den Cache: Einstellungen → System → Caches & Indizes → Cache leeren
- Lade die Administration im Browser neu
- Arbeitest du nicht als Administrator, lass dir von deinem Administrator die Rechte für Kundenabhängige Artikelpreisgruppen freischalten
Ein anderer Preis setzt sich durch als erwartet
Woran es liegt: Am Artikel hängen mehrere Preisregeln, und eine andere hat Vorrang.
So behebst du es: Öffne die betreffenden Regeln unter Einstellungen → Automatisierung → Rule Builder und vergleiche das Feld Priorität. Die Regel mit dem höheren Wert setzt sich durch. Gib deiner kundenabhängigen Preisregel den höheren Wert — die empfohlenen 999 liegen bewusst über den üblichen Werten.
FAQ
F: Muss ich meine Kunden in neue Kundengruppen einsortieren?
A: Nein. Genau das nimmt dir das Plugin ab. Der Kunde bleibt in seiner bisherigen Kundengruppe und bekommt zusätzlich seine kategoriebezogenen Preisgruppen.
F: Was sehen Besucher, die nicht angemeldet sind?
A: Immer deinen normalen Verkaufspreis, inklusive Staffelpreisen. Ausgehandelte Sonderkonditionen werden nie öffentlich angezeigt.
F: Gilt der Sonderpreis auch im Warenkorb und in der Kasse?
A: Ja. Der Preis wird durchgängig verwendet, vom Artikel über den Warenkorb bis zur Bestellung.
F: Kann ein Kunde in mehreren Kategorien unterschiedliche Preisgruppen haben?
A: Ja. In der Karte Zuordnungen legst du beliebig viele Zeilen an — je Kategorie eine eigene Preisgruppe. Einer Kategorie kannst du auch mehrere Preisgruppen zuordnen.
F: Muss ich jede Unterkategorie einzeln freigeben und zuordnen?
A: Nein. Ordnest du eine übergeordnete Kategorie zu, gilt der Sonderpreis auch für Produkte aus deren Unterkategorien.
F: Kann ich dieselbe Preisgruppe bei vielen Kunden verwenden?
A: Ja, und genau dafür ist sie gedacht. Du pflegst den Preis einmal am Artikel und ordnest die Preisgruppe beliebig vielen Kunden zu. Änderst du später den Preis, wirkt das sofort für alle Kunden dieser Preisgruppe.
F: Kann ich den Sonderpreis gestaffelt anlegen?
A: Ja. Im Preisblock deiner Regel im Reiter Erweiterte Preise nutzt du die Mengenfelder genau wie beim normalen Preis.
F: Wirkt das Plugin in allen meinen Verkaufskanälen?
A: Nur in denen, für die der Schalter Plugin für diesen Verkaufskanal aktivieren eingeschaltet ist. Standardmäßig ist er überall an.
F: Was passiert mit meinen Preisen, wenn ich einen Kunden lösche?
A: Es verschwinden nur seine persönlichen Zuordnungen. Deine Preisgruppen, Regeln und die Preise an den Artikeln bleiben unverändert bestehen.
F: Ich habe eine Preisgruppe auf inaktiv gesetzt — was heißt das?
A: Der Schalter Aktiv in der Preisgruppe ist deine Kennzeichnung dafür, welche Preisniveaus du aktuell verwendest. Willst du sicher sein, dass ein Preis nicht mehr ausgespielt wird, entferne zusätzlich die Zuordnung beim Kunden oder den Preisblock am Artikel.
Für Administratoren / Technische Details
Dieser Abschnitt richtet sich an technische Administratoren. Für die normale Nutzung brauchst du ihn nicht.
Systemanforderungen
- Shopware: 6.7
- PHP: 8.2 oder neuer
- Datenbank: MySQL 8.0 / MariaDB 10.11 oder neuer
Installation über die Kommandozeile (Composer)
composer require swp/customerdependentarticlepricegroups-six
php bin/console plugin:refresh
php bin/console plugin:install SwpCustomerDependentProductPriceGroupsSix --activate
php bin/console cache:clear
Berechtigungen
Das Plugin bringt eigene Berechtigungen unter dem Namen Kundenabhängige Artikelpreisgruppen mit. Damit steuerst du in den Benutzerrollen, wer Preisgruppen sehen, anlegen und bearbeiten darf. Ohne Leserecht ist der Eintrag unter Kataloge für die betreffenden Mitarbeiter nicht sichtbar.
Was beim Deinstallieren passiert
Beim Deinstallieren entfernt das Plugin seine eigenen Daten: die angelegten Preisgruppen, die Zuordnungen der Kunden, die Plugin-Einstellungen und den Tag Preisbildend. Deine Kategorien, Kunden und Artikel bleiben bestehen. Nicht automatisch entfernt werden die von dir angelegten Preisregeln und die Preisblöcke an den Artikeln — die räumst du bei Bedarf selbst auf.
Wichtig: Sichere deine Datenbank, bevor du das Plugin deinstallierst. Die Zuordnungen lassen sich danach nicht wiederherstellen.
Preise und Zwischenspeicher
Preise werden von Shopware zwischengespeichert. Nach Änderungen an Preisgruppen, Zuordnungen, Regeln oder Artikelpreisen kann die Anzeige im Shop kurz nachhängen. Ein Cache-Leeren unter Einstellungen → System → Caches & Indizes stellt den aktuellen Stand sofort her.
Diese Anleitung wurde für Kundenabhängige Artikelpreisgruppen Version 6.7.1 erstellt.
Weitere Handbücher
Altersprüfung
Tabak, Spirituosen, Messer: Wer sein Alter nicht bestätigt, sieht die geschützten Artikel gar nicht erst. Du markierst sie pro Produkt, das Plugin blendet sie aus.
Handbuch öffnen Shopware 6Artikel Verfügbarkeitsbenachrichtigung
Benachrichtigt deine Kunden automatisch per E-Mail, sobald ein ausverkaufter Artikel wieder lieferbar ist. Mit Double-Opt-in, Übersicht im Kundenkonto und Steuerung je Verkaufskanal.
Handbuch öffnen Shopware 6Artikelinfos und Icons
Vegan, Bio, Regional: Kennzeichne deine Artikel mit eigenen Icons samt Erklärtext. Gruppiert auf der Artikelseite, optional als Kennzeichen im Listing. Pro Verkaufskanal schaltbar.
Handbuch öffnenWer betreut deinen Shop, wenn es ernst wird?
Wir pflegen Shopware-Shops seit über 20 Jahren, inklusive Updates, Hotfixes und der Plugins, die du hier gerade einrichtest.