Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht
BuI Hinsche 3 Min. Lesezeit

Shopware 6 als Content Management System nutzen

Shopware 6 als Content Management System nutzen

Vor einigen Wochen haben wir unsere Webseite einem kompletten Relaunch unterzogen. Dabei ging es uns gar nicht unbedingt um eine optische Neugestaltung der Seite, vielmehr haben wir die Technologie im Hintergrund getauscht. Wir sind weg von WordPress und hin zu… Shopware.

Shopware als CMS? Ja, genau

Zugegeben: Shopware 6 wurde nicht als CMS-System für Webseiten gebaut. Mit ein wenig Fantasie und ein paar gezielten Anpassungen lässt sich Shopware jedoch auch sehr gut für statische Inhalte nutzen. Bei uns sind die meisten statischen Seiten als Shopware-„Erlebniswelten” umgesetzt. Unsere Plugins sind als Produkte angelegt und werden als Produktdetailseiten dargestellt – lediglich der Warenkorb-Button wurde für unsere Zwecke angepasst. Und wie ihr an diesem Text sehen könnt, nutzen wir natürlich auch die Shopware-Blog-Funktion.

Shopware vs. WordPress: Ein ehrlicher Vergleich

Bevor wir auf die Vorteile eingehen, eine ehrliche Einschätzung: WordPress ist speziell für Content Management entwickelt worden und bietet in diesem Bereich eine ausgereifte Infrastruktur – von der riesigen Plugin-Bibliothek bis hin zum intuitiven Gutenberg-Editor.

Shopware ist zunächst einmal ein E-Commerce-System. Der Content-Bereich (die sogenannten „Shopping Experiences” bzw. Erlebniswelten) ist leistungsfähig, aber in erster Linie für Shop-Seiten optimiert.

Warum haben wir uns dennoch für Shopware entschieden? Weil wir als E-Commerce-Agentur täglich mit Shopware arbeiten, die Plattform in- und auswendig kennen und von der technischen Architektur überzeugt sind. Das bedeutet für uns: weniger Systembrüche, ein einheitlicher Tech-Stack und der Wegfall eines separaten CMS-Systems.

Ein Shopsystem als CMS bietet echte Vorteile

Als langjährige Shopware-Agentur ist es für uns nur konsequent, Shopware auch für unsere eigene Webseite zu nutzen. Aber auch für andere Unternehmen kann dieser Ansatz interessant sein:

Einheitliches Ökosystem: Shopware bietet zahlreiche native Schnittstellen zu ERP-Systemen, Newsletter-Tools, Social-Media-Plattformen, Analytics-Lösungen und vieles mehr. Wer eine Unternehmenswebseite auf Shopware betreibt, kann all diese Integrationen sofort nutzen – ohne ein zweites System pflegen zu müssen.

Dynamische Inhaltspflege: Shopware ermöglicht es, dynamische Inhalte einfach zu verwalten. Ein praxisnahes Beispiel: Ein Karrierebereich, bei dem jede neue Stellenausschreibung einfach als „Produkt” angelegt wird – mit Kategorisierung nach Abteilung, Standort und Beschäftigungsart.

Blog und Redaktionsinhalte: Die Shopware-Blog-Funktion ist für einfache Redaktionsinhalte gut geeignet. Blogbeiträge können kategorisiert, mit Tags versehen und über eine eigene URL-Struktur indexiert werden.

Shop-Funktionalität auf Abruf: Der vielleicht größte Vorteil: Auch wenn ein Unternehmen normalerweise keine Produkte online verkauft, ist die Shopfunktionalität immer vorhanden. Aktionen wie der Verkauf von Event-Tickets, limitierten Merchandise-Produkten oder digitalen Downloads lassen sich kurzfristig aktivieren, ohne ein neues System aufsetzen zu müssen.

Wie haben wir Shopware als CMS konkret umgesetzt?

Bei unserem Relaunch haben wir folgende Shopware-Funktionen für CMS-Zwecke genutzt:

  • Erlebniswelten für alle statischen Seiten (Leistungen, Über uns, Referenzen, Kontakt)
  • Produktdetailseiten für unsere Plugins – angepasster Template ohne Warenkorb-Funktionalität
  • Blog für Fachartikel wie diesen
  • Kategorieseiten als strukturierte Übersichtsseiten für Plugin-Gruppen

Wann ist Shopware als CMS sinnvoll?

Shopware als reines CMS empfehlen wir nicht für jeden. Es macht insbesondere dann Sinn, wenn:

  • Das Unternehmen bereits Shopware als Shop nutzt und die Unternehmenswebseite konsolidieren möchte
  • Mittelfristig E-Commerce-Funktionen auf der Webseite geplant sind
  • Das Team bereits Shopware kennt und keine neue Plattform erlernen möchte
  • Die Anforderungen an den CMS-Bereich eher einfach sind (kein komplexer Redaktionsworkflow, keine mehrstufigen Freigabeprozesse)

Für Unternehmen ohne Shopware-Hintergrund und mit primär redaktionellen Anforderungen ist WordPress oder ein dediziertes Headless-CMS wie Contentful oder Storyblok häufig die bessere Wahl.

Unser Fazit

Der Wechsel von WordPress zu Shopware war für uns die richtige Entscheidung – aber eine, die zu unserem spezifischen Kontext als Shopware-Agentur passt. Für andere Unternehmen kann die Antwort anders aussehen.

Gerne beraten wir dich, wie wir deine Unternehmenswebseite auf Basis von Shopware 6 realisieren können – oder welche CMS-Lösung für deinen spezifischen Anwendungsfall die bessere Wahl ist. Nimm einfach Kontakt mit uns auf.

Hast du Fragen zu diesem Thema?

Wir beraten dich kostenlos und unverbindlich – persönlich, auf Augenhöhe.