Plugin-Inventur 2026: Welches Plugin in deinem Shop tut was?
Aus hunderten Wartungs-Projekten der häufigste Befund: Niemand weiß mehr, warum welches Plugin aktiv ist. Diese Vorlage ändert das in 60 Minuten, sortiert nach 4 klaren Schritten.
Plugin-Inventur-Vorlage 2026
4 Schritte, 1 Tabelle, klare Status-Logik, aus hunderten Wartungs-Projekten.
Warum überhaupt eine Inventur?
Plugins werden installiert. Selten wieder angefasst. Nach drei Jahren weiß niemand mehr, welches Plugin warum aktiv ist, und welche Funktion es eigentlich erfüllt. Spätestens beim nächsten Major-Update wird das zum Problem: Stundenlange Recherche, Rückrufe bei Herstellern, Plugins die nicht mehr existieren.
Eine saubere Inventur einmal im Jahr spart vor jedem Major-Update viele Stunden, und macht die Update-Roadmap planbar.
Schritt 1. Plugin-Liste exportieren
Bevor du bewertest, brauchst du die vollständige Liste.
Im Shopware-Backend
Erweiterungen → Meine Erweiterungen. Liste aller Plugins inkl. Hersteller und Version. Screenshot oder CSV-Export reicht als Basis.
Im Composer (für Custom-Plugins)
composer show, auch hier sind alle Komponenten gelistet. Wichtig, weil hier Plugins auftauchen, die nicht im Backend sichtbar sind.
Vollständigkeits-Check
Stimmt die Liste mit den /custom/plugins/ und /custom/static-plugins/-Ordnern überein? Verwaiste Plugins finden sich oft hier.
Schritt 2. Pro Plugin bewerten
Jeden Eintrag aus deiner Liste durchgehen und in der Tabelle unten einsortieren.
Aktiv genutzt?
Wird das Plugin im Tagesgeschäft tatsächlich verwendet? Wenn niemand mehr weiß, wofür es da ist, ist die Antwort meist Nein.
Wofür?
Ein Satz, der erklärt, was das Plugin tut, aus Anwender-Sicht, nicht aus Entwickler-Sicht. Wenn du das nicht hinbekommst, weiß es niemand.
Geschäftskritisch?
Berührt das Plugin Checkout, Zahlungen, Tracking, ERP-Sync, B2B-Logik? Diese Plugins werden anders behandelt. Risiko ist anders zu bewerten.
Schritt 3. Status setzen
Drei Status-Werte, klare Konsequenzen.
BEHALTEN
Aktiv genutzt, vom Hersteller gepflegt, Shopware-6-fähig, Risiko überschaubar. Nichts weiter zu tun, nur in der Wartung im Auge behalten.
TAUSCHEN
Plugin wird genutzt, aber: Hersteller hat keinen Support mehr / kein 6.7-fähiges Update angekündigt / Performance-Issues. Ersatz finden (anderes Plugin / Bordmittel / Eigenentwicklung).
RAUS
Plugin ist entweder nicht genutzt, doppelt vorhanden oder das Risiko ist höher als der Nutzen. Sauber deaktivieren und nach 2 Wochen ohne Issues entfernen.
Schritt 4. Aus der Liste eine Roadmap machen
Inventur ohne nachfolgende Aktion ist verschenkte Zeit.
Quick Wins (diese Woche)
Alle "RAUS"-Plugins deaktivieren. Jedes Plugin weniger ist ein Plugin weniger im Update-Risiko.
Mittelfristig (nächste 4 bis 8 Wochen)
"TAUSCHEN"-Plugins angehen: Ersatz prüfen, testen, ersetzen. Vor jedem Major-Update sollte diese Liste leer sein.
Wartungs-Routine etablieren
Plugin-Inventur nicht einmalig, sondern jährlich wiederholen. Im Idealfall als Teil der Vorbereitung auf das nächste Major-Update.
Inventur-Tabelle
Pro Plugin eine Zeile. Spalten klein, damit du auch von Hand ausfüllen kannst.
| Plugin-Name Name laut Backend | Hersteller Wer pflegt es? | Version Aktuell installiert | Aktiv genutzt? Ja / Nein / Unsicher | Wofür? Use Case in 1 Satz | Letztes Update Wann zuletzt gepflegt? | Geschäftskritisch? Checkout, Tracking, B2B? | Status Behalten / Tauschen / Raus |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Tipp: Wenn die 18 Zeilen nicht reichen, einfach diese Seite mehrfach drucken.
Wir führen diese Inventur pro Shop einmal im Jahr durch.
Genau so. Mit dieser Vorlage. Plus: Wir kennen die Hersteller, die historischen Änderungen am Shop und können die Status-Spalte einschätzen, ohne dass du raten musst. Das spart bei jedem Major-Update viele Stunden.