Flow Builder in Shopware 6: Automatisierung ohne Code
Was ist der Flow Builder in Shopware 6? Wie du wiederkehrende Abläufe automatisierst, typische Anwendungsfälle und worauf du beim Einrichten achten solltest.
Der Flow Builder ist eines der nützlichsten Werkzeuge in Shopware 6 und gleichzeitig eines der am häufigsten unterschätzten. Mit ihm automatisierst du wiederkehrende Abläufe in deinem Shop, ohne eine Zeile Code zu schreiben. Richtig genutzt spart er deinem Team spürbar Zeit.
Was der Flow Builder macht
Der Flow Builder funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Wenn ein bestimmtes Ereignis passiert, führe eine oder mehrere Aktionen aus, optional nur unter bestimmten Bedingungen. In der Sprache des Tools heißt das Trigger, Bedingung und Aktion.
- Trigger ist das auslösende Ereignis, zum Beispiel eine neue Bestellung, eine Statusänderung oder eine Kundenregistrierung.
- Bedingung schränkt ein, wann der Ablauf greift, etwa nur ab einem bestimmten Bestellwert oder nur für eine Kundengruppe.
- Aktion ist das, was passieren soll, zum Beispiel eine E-Mail senden, einen Status setzen oder ein Tag vergeben.
Typische Anwendungsfälle aus der Praxis
Der Flow Builder klingt abstrakt, wird aber sofort greifbar an Beispielen:
- Bei einer Bestellung über einem bestimmten Wert automatisch eine interne Benachrichtigung an den Vertrieb senden.
- Kunden nach dem Kauf in eine bestimmte Kundengruppe einsortieren.
- Bei einer Statusänderung auf “versendet” automatisch eine personalisierte E-Mail mit Tracking auslösen.
- Bei einer Stornierung eine Aufgabe für die Buchhaltung erzeugen.
Vieles davon erledigen Händler sonst manuell. Genau dort summieren sich Minuten zu Stunden pro Woche.
Flow Builder oder eigenes Plugin?
Der Flow Builder deckt viele Standardabläufe ab. Wenn deine Anforderung aber komplexer ist, etwa eine Berechnung über mehrere Systeme hinweg oder eine Logik, die der Flow Builder nicht abbildet, ist ein gezieltes Plugin oft die bessere Wahl. Die Kunst liegt darin, zu erkennen, wann das eine reicht und wann sich das andere lohnt. Wenn dir der Standard nicht genügt, entwickeln wir die passende individuelle Erweiterung.
Worauf du beim Einrichten achten solltest
Ein häufiger Fehler ist, Abläufe direkt im Live-Shop scharf zu schalten. Teste jeden Flow zuerst, am besten auf einer Staging-Umgebung, denn eine falsch konfigurierte Aktion kann viele Bestellungen auf einmal betreffen. Halte deine Flows außerdem übersichtlich. Viele kleine, klar benannte Abläufe sind leichter zu warten als ein riesiger, verschachtelter.
Dein Team kann das selbst
Das Schöne am Flow Builder ist, dass dein Team ihn nach einer Einweisung selbst bedienen kann. Genau das ist Teil unserer Shopware-Schulung: Wir zeigen euch, wie ihr Automatisierungen sicher selbst baut, statt für jede Kleinigkeit ein Ticket zu schreiben.
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