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Editionen & Preise

Shopware Rise: Die Cloud-Edition im Detail

Shopware Rise ist der erste kostenpflichtige Plan in Shopwares Lizenzmodell. Was er bietet, wann er sich lohnt und wo die Grenzen liegen.

5 Min. Lesezeit

Shopware Rise ist der Einstieg ins kostenpflichtige Lizenzmodell. Wer die kostenfreie Community Edition ausreizt oder konkrete Anforderungen an Service, AI-Funktionen und kommerzielle Nutzung hat, kommt früher oder später an Rise nicht vorbei. Was der Plan tatsächlich bietet, wo seine Grenzen liegen und ob er für deinen Shop der richtige Schritt ist, das beantwortet dieser Artikel.

Das neue Lizenzmodell: Einordnung von Rise

Shopware hat sein Editionsmodell grundlegend umgebaut. Seit 2025 gibt es vier Stufen: Community, Rise, Evolve und Beyond. Rise ist die zweite Stufe, also die erste, für die du bezahlst. Einen ausführlichen Überblick über alle Pläne findest du im Artikel Shopware 6 Editionen im Überblick.

Der Preisrahmen für Rise beginnt laut aktueller Shopware-Preisstaffel bei 600 Euro pro Monat, skaliert aber mit dem Umsatz (GMV). Das heißt: Je mehr du verkaufst, desto höher die monatliche Gebühr. Der genaue Schwellenwert, ab dem der Preis steigt, und die konkreten GMV-Stufen ändern sich regelmäßig. Schau daher immer auf shopware.com/pricing für tagesaktuelle Zahlen, bevor du planst.

Wer bisher auf der Community Edition läuft und über eine Million Euro Jahresumsatz generiert, wird von Shopware zur Lizenzierung aufgefordert. Rise ist dann der naheliegendste nächste Schritt, sofern keine umfangreichen B2B-Anforderungen bestehen.

Was Rise gegenüber Community bietet

Die Community Edition ist technisch vollwertig und für viele kleinere Shops ausreichend. Rise fügt vor allem vier Bereiche hinzu:

  • AI Copilot: KI-gestützte Funktionen im Backend, unter anderem für Texterstellung, Kategorisierung und Workflow-Vorschläge.
  • Social Shopping: Native Integrationen für den Verkauf über Social-Media-Plattformen, ohne externe Apps.
  • Kommerzieller Support: Shopware bietet bei Rise eine definierte Reaktionszeit (aktuell 8 Stunden) für Support-Anfragen. Die Community Edition hat keinen vertraglich gesicherten Hersteller-Support.
  • Flow Builder und Rule Builder in vollem Umfang: Beide Werkzeuge sind zwar auch in der Community Edition enthalten, aber der Funktionsumfang und die Automatisierungstiefe nehmen mit dem Plan zu.

Was Rise nicht enthält: die B2B Components (dafür braucht man mindestens Evolve) und die erweiterten Enterprise-Funktionen wie Multi-Mandantenfähigkeit oder dediziertes Onboarding. Mehr dazu im Artikel Shopware Evolve und Beyond: Die Enterprise-Editionen.

SaaS, PaaS oder self-hosted: Womit du Rise betreibst

Rise gibt es in drei Betriebsvarianten. Das ist ein Punkt, der in der Praxis oft für Verwirrung sorgt.

Shopware SaaS bedeutet: Shopware hostet alles, du pflegst nur den Shop. Updates laufen automatisch, Infrastruktur ist kein Thema. Du hast weniger Kontrolle über das System, gewinnst dafür Einfachheit.

Shopware PaaS ist eine gehostete Umgebung, bei der du mehr Konfigurationsspielraum hast. Gut für Agenturen, die mehrere Shops verwalten und eigene Workflows einbringen wollen.

Self-hosted heißt: Du oder deine Agentur betreiben Shopware auf eigenem oder gemieteten Hosting. Das gibt volle Kontrolle, bedeutet aber auch, dass Serveradministration, Updates und Sicherheits-Patches in deiner Verantwortung liegen.

Den gründlichen Vergleich beider Welten findest du im Wiki-Artikel Shopware Cloud vs self-hosted: Was passt zu dir?. Kurzfassung aus Agenturperspektive: Self-hosted ist für technisch ambitionierte Shops die flexiblere Option, SaaS eignet sich, wenn du das Thema Infrastruktur dauerhaft auslagern willst.

Für wen Rise die richtige Wahl ist

Rise passt gut, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:

  • Dein Shop überschreitet die GMV-Grenze der Community Edition (aktuell 1 Million Euro Jahresumsatz).
  • Du willst vertraglich zugesicherten Hersteller-Support, ohne das komplette Enterprise-Paket zu buchen.
  • KI-Funktionen im Backend (Texte, Kategorisierung, Workflow-Vorschläge) sind für dein Team relevant.
  • Du planst Social Commerce und willst das nativ in Shopware abbilden, ohne auf Dritt-Apps angewiesen zu sein.
  • Dein Shop ist B2C oder D2C ausgerichtet. Für B2B-Händler mit Anforderungen wie Kundengruppen-Preisen, Bestellfreigaben oder Mengenrabatten ist Rise oft nur eine Zwischenstation Richtung Evolve.

Rise ist dagegen zu wenig, wenn du ernsthaft im B2B-Bereich unterwegs bist. Buyer-Workflows, kundenindividuelle Preislisten und Genehmigungsprozesse gehören nicht zum Funktionsumfang von Rise. Dafür ist Evolve konzipiert.

Was Rise in der Praxis kostet

Der monatliche Grundpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Das gilt für alle Shopware-Pläne, und Rise macht da keine Ausnahme.

Hinzu kommen typischerweise:

  • Hosting (bei self-hosted, abhängig von Traffic und Katalog)
  • Plugin-Lizenzen für Funktionen, die Rise nicht mitliefert
  • Agenturkosten für Entwicklung, Anpassung und laufende Betreuung
  • Zahlungsanbieter-Gebühren

Ein realistisches Budget für einen professionell betriebenen Rise-Shop liegt also deutlich über dem reinen Lizenzpreis. Wie das bei den verschiedenen Shopware-Plänen im Vergleich aussieht, zeigt der Blog-Artikel Neue Pläne und Preise bei Shopware.

Der Wechsel von Community zu Rise

In der Praxis läuft das meist so: Ein Shop startet auf Community, wächst, überschreitet irgendwann die GMV-Grenze und bekommt von Shopware eine Aufforderung zur Lizenzierung. Dann beginnt die Frage: Rise, oder gleich Evolve?

Unsere Empfehlung: Steig nicht auf einen Plan um, dessen Funktionen du nicht brauchst. Rise ist für viele B2C-Händler vollständig ausreichend. Aber wenn in zwölf Monaten B2B-Funktionen, eigene Kundenpreise oder Bestellfreigaben kommen sollen, plane lieber jetzt richtig und spare dir den erneuten Umstieg.

Was technisch beim Wechsel passiert, hängt von der Betriebsvariante ab. Auf SaaS ist der Plan-Wechsel ein Klick im Account. Self-hosted erfordert eine neue Lizenzdatei und ggf. Konfigurationsanpassungen. Nichts Dramatisches, aber es empfiehlt sich, das mit einer erfahrenen Agentur abzustimmen, damit der laufende Shop nicht beeinträchtigt wird.

Häufige Fragen

Kann ich Rise auch self-hosted betreiben?

Ja. Rise ist nicht an das SaaS-Modell gebunden. Du kannst Rise-Lizenzen auch für self-hosted Shopware 6 Installationen kaufen und damit auf eigenem Hosting betreiben. Der Funktionsumfang ist in beiden Varianten identisch, der Unterschied liegt in der Infrastrukturverantwortung.

Lohnt sich Rise, wenn ich die 1-Million-Euro-Grenze knapp überschreite?

Das kommt drauf an, was du vom Plan erwartest. Wenn du ausschließlich die Lizenzpflicht erfüllst und die neuen Funktionen kaum nutzt, ist Rise zunächst einfach ein Kostenpunkt. Sobald du aber AI Copilot, Social Shopping oder den gesicherten Support aktiv nutzt, rechnet sich der Plan schneller. Lass dir das im Kontext deiner Gesamtkosten durchrechnen, bevor du entscheidest.

Ist Rise auch für B2B-Shops geeignet?

Eingeschränkt. Rise bietet keine nativen B2B Components wie Bestellfreigaben, kundenindividuelle Preislisten oder Angebotsprozesse. Für einfaches B2B (Kundengruppen, Staffelpreise über Plugins) kann Rise ausreichen. Sobald du strukturierte B2B-Workflows brauchst, ist Evolve der richtige Plan.

Was passiert, wenn ich die GMV-Grenze wieder unterschreite?

Shopware prüft den GMV automatisiert. Wenn du dauerhaft unter die Schwelle fällst, kannst du in der Regel auf die Community Edition zurückwechseln. In der Praxis passiert das selten, aber es ist gut zu wissen, dass du nicht auf Lebenszeit an einen Plan gebunden bist.


Wenn du Fragen hast, ob Rise für deinen Shop der richtige nächste Schritt ist, oder ob du direkt Evolve in Betracht ziehen solltest, schau dir unsere Shopware-Systemseite an oder melde dich direkt bei uns. Wir kennen die Fallstricke aus der täglichen Arbeit mit Händlern aller Größenordnungen und helfen dir, die richtige Entscheidung zu treffen, bevor Lizenzkosten anfallen, die du nicht geplant hast.

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