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Rohstoffberechnung Versandsteuer bei Differenzbesteuerung | Steuer nach Anteil

Versandsteuer bei Differenzbesteuerung: Mit differenzbesteuerten Artikeln der Rohstoffberechnung im Warenkorb versteuert das Plugin den Versand nach größtem Warenanteil oder anteilig.

Verfügbarkeit

Bald verfügbar

Das Plugin ist in Vorbereitung für den Shopware Community Store. Preise und Download-Link stehen mit der Freigabe hier.

Auf einen Blick

  • Versandsteuer für differenzbesteuerte Warenkörbe ohne Nachrechnen von Hand
  • Größter Warenanteil oder anteilig: du setzt um, was deine Steuerberatung sagt
  • Dein Versandpreis bleibt gleich, nur die Steueraufteilung ändert sich
  • Warenkörbe ohne differenzbesteuerte Artikel rechnet Shopware wie gewohnt
  • Pro Verkaufskanal schaltbar, Ankauf-Warenkörbe bleiben unberührt

Eine Kundin legt eine Silbermünze in den Warenkorb, die du differenzbesteuert verkaufst. Dazu kommen 5,95 € Versand. Shopware rechnet die Steuer auf diesen Versand aus den Steuersätzen der Artikel, und die Münze trägt den Steuersatz, an dem die Rohstoffberechnung sie als differenzbesteuert erkennt. In unseren Abnahmetests sind das 0 %, also bekommt auch der Versand 0 %.

Das Problem

Bei der Differenzbesteuerung (in Deutschland § 25a UStG) wird nicht der ganze Verkaufspreis versteuert, sondern nur die Differenz zum Einkaufspreis. Die Rohstoffberechnung erkennt differenzbesteuerte Artikel an einem eigenen Steuersatz und nimmt für ihre Aufschläge einen Ersatzsteuersatz. Die Versandkosten bekommen davon nichts mit. Shopware sieht nur den Steuersatz zur Erkennung und verteilt die Versandsteuer danach. Eine Einstellung, die nur für Warenkörbe mit differenzbesteuerten Artikeln gilt, hat die Versandart nicht.

Die Versandsteuer ist ein kleiner Betrag. Dafür steht sie auf jeder Bestellung, und ein Satz, den du so nicht willst, fällt meist erst in der Buchhaltung auf.

Die Lösung

Das Plugin rechnet die Steuer auf die Versandkosten neu, sobald differenzbesteuerte Artikel im Warenkorb liegen. Deren Warenwert zählt mit dem Ersatzsteuersatz der Rohstoffberechnung, alle anderen Artikel zählen mit ihrem eigenen Satz. Du entscheidest, was daraus wird: Entweder bekommen die ganzen Versandkosten den Satz des größten Warenanteils (Standard), oder sie werden nach Warenwert auf die Steuersätze aufgeteilt. Welche Variante für dich gilt, stimmst du mit deiner Steuerberatung ab. Das Plugin setzt sie um.

Was du davon hast

  • Kein Nachrechnen von Hand. Die Versandsteuer steht schon im Warenkorb so, wie du sie eingestellt hast. Shopware übernimmt sie wie jede andere Versandsteuer in die Bestellung.
  • Dein Versandpreis bleibt, wie er ist. Bruttopreise bleiben brutto, nur die enthaltene Steuer verteilt sich anders. Bei Nettopreisen kommt die Steuer obendrauf, wie sonst auch in Shopware.
  • Normale Bestellungen bleiben normal. Warenkörbe ohne differenzbesteuerte Artikel rechnet Shopware weiter mit der Steuereinstellung deiner Versandart. Nur wenn du es ausdrücklich einschaltest, gilt der größte Warenanteil für jeden Warenkorb.
  • Ein Ersatzsatz, eine Stelle. Das Plugin nimmt den Satz in derselben Rangfolge wie die Rohstoffberechnung für ihre Aufschläge: zuerst den festen Steuersatz, sonst den gewählten Steuersatz, beim Versand mit der Steuerregel des Lieferlandes. Du pflegst ihn nur in der Rohstoffberechnung.
  • Ankauf bleibt Ankauf. Nutzt du unser Plugin Artikelankauf, behalten Warenkörbe mit Ankaufpositionen die Standardberechnung von Shopware. Ein angekaufter Artikel wird nicht wie ein differenzbesteuerter Verkauf behandelt.
  • Jeder Verkaufskanal für sich. Du schaltest das Plugin und seine Einstellungen pro Verkaufskanal, zum Beispiel nur im Endkunden-Shop.

So arbeitet das Plugin

Zuerst rechnet Shopware die Versandkosten wie immer. Danach prüft das Plugin, ob es im Verkaufskanal aktiv ist, ob dort auch die Rohstoffberechnung aktiv ist und ob mindestens ein differenzbesteuerter Artikel in der Lieferung liegt. Differenzbesteuert ist ein Artikel, dessen Steuersatz dem „Steuersatz zur Erkennung der Differenzbesteuerung“ aus der Rohstoffberechnung entspricht. Trifft alles zu, ermittelt das Plugin den Warenwert je Steuersatz und setzt die Steuer der Versandkosten neu.

Ein Rechenbeispiel aus unseren Tests: Bruttopreise, Versand 5,95 €, ein differenzbesteuerter Artikel für 100,00 € mit Ersatzsatz 19 % und ein Buch für 50,00 € mit 7 %.

  • Größter Warenanteil: 19 % auf die ganzen Versandkosten, das sind 0,95 € Steuer.
  • Nach Warenwert aufgeteilt: 19 % auf 66,67 % und 7 % auf 33,33 % der Versandkosten, das sind 0,63 € und 0,13 € Steuer.

Kostet das Buch 150,00 €, ist sein Anteil der größere. Dann bekommen die ganzen Versandkosten 7 %, das sind 0,39 € Steuer. Bei Gleichstand gewinnt der höhere Steuersatz. Rabatte und Positionen ohne Lieferung zählen nicht zum Warenanteil, genau wie bei Shopware. Steuerfreie Warenkörbe lässt das Plugin in Ruhe. Fehlt in der Rohstoffberechnung der Steuersatz zur Erkennung oder ein Ersatzsatz, ändert es nichts.

Typische Einsatzszenarien

  • Münzhandel mit gemischtem Warenkorb. Du verkaufst Silbermünzen differenzbesteuert und Münzkapseln mit dem Regelsatz. Mit „Versandsteuer nach Warenwert aufteilen“ bekommt jeder Steuersatz seinen Anteil an den DHL-Versandkosten.
  • Edelmetallshop mit Ankauf. Deine Kunden kaufen bei dir und verkaufen dir Münzen über den Artikelankauf. Verkäufe bekommen den Ersatzsatz, Ankauf-Warenkörbe bleiben bei der Standardberechnung.
  • Endkunden und Händler getrennt. Im B2C-Kanal ist das Plugin aktiv, im B2B-Kanal mit Nettopreisen schaltest du es aus oder wählst dort einen anderen Modus.
  • Eine Regel für alle Warenkörbe. Soll jeder Warenkorb den Satz des größten Warenanteils bekommen, auch ohne differenzbesteuerte Artikel, schaltest du „Auch ohne differenzbesteuerte Artikel anwenden“ ein. Die Steuereinstellung der Versandart gilt dann nicht mehr.

Technische Fakten für deine IT

  • Shopware ab 6.7.7, PHP ab 8.2. Voraussetzung ist die Rohstoffberechnung in Version 6.7, installiert und im Verkaufskanal aktiv; sie verlangt Shopware ab 6.7.7. Ohne sie lässt Shopware die Installation nicht zu.
  • Das Plugin dekoriert den Versandkostenrechner von Shopware. Es überschreibt keine Core-Klasse.
  • Keine eigenen Tabellen, keine Custom Fields, Originaltabellen bleiben unverändert. Keine Storefront-Templates und kein Storefront-JavaScript.
  • Das Plugin sendet keine Daten an externe Server. Es speichert und protokolliert keine personenbezogenen Daten.
  • Keine eigenen Datenbankabfragen, kein eigener Cache. Es liest die Plugin-Einstellungen und rechnet mit dem Preisrechner von Shopware, inklusive der Rundung des Verkaufskanals.
  • Geprüft mit 56 Unit-Tests und 13 Abnahme-Szenarien gegen einen echten Shop mit Shopware 6.7.15.1, drei davon zusammen mit dem Artikelankauf.
  • Einstellungen in Deutsch, Englisch und Niederländisch. In der Storefront zeigt das Plugin keine eigenen Texte.
  • Bei der Deinstallation entfernt das Plugin seine Einstellungen, außer du behältst die Daten. Die Einstellungen der Rohstoffberechnung bleiben unberührt.

Ehrlich gesagt

Das Plugin entscheidet nicht, welche Versandsteuer für dein Geschäft gilt. Es rechnet nach der Einstellung, die du wählst, und die stimmst du vorher mit deiner Steuerberatung ab. Es kennzeichnet keine Artikel, druckt keine Hinweise auf Belege und läuft nur zusammen mit der Rohstoffberechnung. Verkaufst du nichts differenzbesteuert, ist es nicht für dich gebaut. Wenn doch: Jetzt ausprobieren. Teste es in einem Verkaufskanal und vergleich die Versandsteuer im Warenkorb.

Häufige Fragen

Brauche ich dafür die Rohstoffberechnung?

Ja. Das Plugin erweitert die Rohstoffberechnung und liest dort den Steuersatz zur Erkennung der Differenzbesteuerung und den Ersatzsteuersatz. Beide Plugins müssen im selben Verkaufskanal aktiv sein, sonst rechnet Shopware die Versandsteuer wie gewohnt.

Ist die Versandsteuer damit steuerlich richtig?

Das kann dir nur deine Steuerberatung sagen. Das Plugin rechnet nach der Einstellung, die du wählst: größter Warenanteil oder anteilig nach Warenwert. Welche Variante zu deinem Geschäft passt, stimmst du vorher mit deiner Steuerberatung ab. Wir geben keine Steuerberatung.

Ändert sich der Versandpreis für meine Kunden?

Nein. Ein Versandpreis von 5,95 € brutto bleibt 5,95 € brutto, nur die enthaltene Steuer verteilt sich anders. Bei Nettopreisen kommt die Steuer obendrauf, wie bei jeder anderen Versandsteuer in Shopware.

Was passiert mit Warenkörben ohne differenzbesteuerte Artikel?

Nichts, solange du es nicht willst. Shopware rechnet sie mit der Steuereinstellung deiner Versandart. Erst mit „Auch ohne differenzbesteuerte Artikel anwenden“ bekommt jeder Warenkorb den Satz des größten Warenanteils. Die Option wirkt nur, wenn „Versandsteuer nach Warenwert aufteilen“ aus ist.

Reicht nicht die Steuereinstellung der Versandart?

Für differenzbesteuerte Artikel nicht. Die Versandart kennt nur die Steuertypen „Auto“, „Höchster Satz“ und „Fester Satz“ und rechnet mit den Steuersätzen im Warenkorb, also auch mit dem Steuersatz zur Erkennung der Differenzbesteuerung. Den Ersatzsatz der Rohstoffberechnung kennt sie nicht. Liegt ein differenzbesteuerter Artikel in der Lieferung, setzt das Plugin die Versandsteuer unabhängig vom Steuertyp der Versandart.

Was gilt für Warenkörbe mit Ankauf?

Enthält ein Warenkorb eine Ankaufposition aus unserem Plugin Artikelankauf, bleibt die Versandsteuer des ganzen Warenkorbs bei der Standardberechnung von Shopware. Das gilt in beiden Modi und auch mit der Option für jeden Warenkorb. Ein Ankauf ist kein Verkauf unter Differenzbesteuerung.

Druckt das Plugin den Hinweis zur Differenzbesteuerung auf Rechnungen?

Nein. Dafür ist es nicht gebaut. Es kennzeichnet keine Artikel und ändert keine Belege, es setzt nur die Steuer auf die Versandkosten im Warenkorb. Shopware übernimmt diese Steuer wie gewohnt in die Bestellung.

Funktioniert das mit meinem Theme und bremst es den Checkout?

Ja, unabhängig vom Theme, denn das Plugin bringt keine Storefront-Templates mit. Spürbar langsamer wird der Checkout nach unserer Einschätzung nicht: Das Plugin stellt keine eigenen Datenbankabfragen und rechnet nur die Versandkosten mit dem Preisrechner von Shopware neu.

Sendet das Plugin Daten an externe Dienste?

Nein. Das Plugin sendet keine Daten an externe Server. Alle Einstellungen bleiben in deiner Shopware-Datenbank, personenbezogene Daten speichert und protokolliert es nicht.

Was passiert bei der Deinstallation?

Das Plugin entfernt seine eigenen Einstellungen, außer du wählst bei der Deinstallation, die Daten zu behalten. Eigene Tabellen gibt es nicht. Die Einstellungen der Rohstoffberechnung bleiben unberührt.

Features im Überblick

  • Erkennt differenzbesteuerte Artikel am „Steuersatz zur Erkennung der Differenzbesteuerung“
  • Ersatzsatz wie bei Aufschlägen der Rohstoffberechnung: fester Steuersatz vor gewähltem Steuersatz
  • Gewählter Ersatzsteuersatz folgt der Steuerregel des Lieferlandes, sonst gilt sein Standardsatz
  • Standardmodus: ganze Versandkosten mit dem Steuersatz des größten Warenanteils
  • Bei Gleichstand zweier Warenanteile gilt der höhere Steuersatz
  • „Versandsteuer nach Warenwert aufteilen“: Versandkosten anteilig auf die Steuersätze verteilt
  • „Auch ohne differenzbesteuerte Artikel anwenden“: größter Warenanteil für jeden Warenkorb
  • Versandpreis bleibt unverändert, Bruttopreise bleiben brutto, Nettopreise bekommen die Steuer dazu
  • Rabatte und Positionen ohne Lieferung zählen nicht zum Warenanteil, wie bei Shopware
  • Steuerfreie Warenkörbe behalten die Standardberechnung von Shopware
  • Warenkörbe mit Ankaufpositionen aus dem Artikelankauf behalten die Standardberechnung
  • Ohne Erkennungs- oder Ersatzsteuersatz der Rohstoffberechnung bleibt die Versandsteuer unverändert
  • Pro Verkaufskanal ein- und ausschaltbar, alle Einstellungen je Verkaufskanal
  • Wirkt nur, wenn die Rohstoffberechnung im selben Verkaufskanal aktiv ist
  • Button „Dokumentation öffnen“ direkt in der Plugin-Konfiguration
Einrichtung & Pflege

Brauchst du Hilfe bei der Installation?

Wir installieren, konfigurieren und pflegen das Plugin auch dauerhaft, als Teil unserer Shop-Betreuung. Damit es bei Updates nicht plötzlich Schwierigkeiten gibt.

Screenshots

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Steuern