Selbstabholung: Abholadresse im Checkout und Steuer nach Abholort
Deine Kunden holen selbst ab? Das Plugin zeigt im Checkout die Adresse deiner Abholstelle statt der Kundenadresse und rechnet die Steuer auf Wunsch nach dem Abholort.
Auf einen Blick
- Dein Kunde sieht im Checkout, wo seine Bestellung auf ihn wartet
- Die Abholadresse steht auch auf Rechnung und Lieferschein
- Steuer nach dem Abholort statt nach dem Wohnort des Kunden
- Pro Verkaufskanal schaltbar, aktiv nur dort, wo du Abholung anbietest
- Läuft mit deinen vorhandenen Versandarten, ohne Code und ohne Template
Ein Kunde bestellt online und holt die Ware bei dir im Laden ab. Im Checkout steht trotzdem seine Privatadresse, obwohl dort nie ein Paket ankommt. Auf der Rechnung später genauso. Wer abholt, will vor allem eines wissen: wo muss ich hinfahren?
Das Problem
Shopware kennt Abholung als Versandart, aber nicht als Adresse. Du legst eine Versandart „Abholung im Laden“ an, und im Checkout erscheint weiterhin die Lieferadresse des Bestellers. Der Kunde ruft an und fragt nach der Anschrift. Dein Team sucht die Bestellung raus und antwortet zum dritten Mal an diesem Tag dasselbe.
Bei Abholung über eine Landesgrenze kommt der Steuersatz dazu. Shopware rechnet nach dem Land des Kunden. Übergeben wird die Ware aber an deiner Theke, und die steht möglicherweise in einem anderen Land.
Die Lösung
Du markierst deine vorhandenen Abhol-Versandarten in der Plugin-Konfiguration und hinterlegst die Kundennummer eines Kunden, dessen Standard-Lieferadresse als Abholadresse dient. Das ist meist ein angelegter Kunde für deine Filiale oder dein Lager. Wählt ein Käufer eine markierte Versandart, tauscht das Plugin die angezeigte Adresse aus und schreibt sie in die Bestellung. Keine neue Versandart, keine Template-Anpassung, keine Zeile Code.
Was du davon hast
Dein Kunde sieht sofort, wo seine Bestellung auf ihn wartet. Auf der Bestätigungsseite des Checkouts steht die Anschrift deiner Abholstelle, darüber ein Hinweis, dass die Ware dort zur Abholung bereitgestellt wird. Die Rückfrage „wo genau?“ entfällt.
Die Abholstelle steht auch auf Rechnung und Lieferschein. Das Plugin speichert die Abholadresse fest in der Bestellung. Die Adresse taucht damit in der Bestellübersicht im Admin auf und auf jedem Dokument, das Shopware daraus erzeugt. Deine Rechnungsadresse bleibt dabei unangetastet.
Die Steuer folgt dem Abholort, wenn du das willst. Ein Schalter, und Steuersatz sowie Steuerstatus werden nach dem Land der Abholadresse ermittelt statt nach dem Land des Käufers. Versandkosten und die Auswahl der verfügbaren Versandarten richten sich weiterhin nach der echten Kundenadresse, damit dir dabei nichts verrutscht.
Jeder Verkaufskanal entscheidet für sich. Der Hauptschalter „Plugin für diesen Kanal aktivieren“ und jede einzelne Einstellung liegen pro Verkaufskanal. Im B2B-Shop läuft die Abholung, im B2C-Shop bleibt alles wie es war. Zum Abschalten musst du nichts deinstallieren.
Eingerichtet in ein paar Minuten. Drei Felder: Kundennummer der Abholstelle, Versandarten auswählen, Anzeige einschalten. Die Steuerumstellung ist ein vierter Schalter, den du getrennt setzt oder eben aus lässt.
So arbeitet das Plugin
In der Plugin-Konfiguration wählst du unter „Selbstabholer-Versandarten“ alle Versandarten aus, die als Abholung gelten. Unter „Kundennummer für Selbstabholer-Adresse“ trägst du die Kundennummer ein, deren Standard-Lieferadresse die Abholadresse ist. Mit „Lieferadresse im Frontend anzeigen“ schaltest du die Anzeige im Checkout scharf, mit „Steuerberechnung nach Land des Selbstabholers“ die abweichende Steuer.
Ab da prüft das Plugin bei jeder Bestellung genau eine Sache: Ist die gewählte Versandart als Abholung markiert? Wenn nein, passiert nichts, dein Shop verhält sich exakt wie vorher. Wenn ja, greifen die Einstellungen, die du gesetzt hast. Fehlt die hinterlegte Kundennummer oder hat der Kunde keine Standard-Lieferadresse, bleibt der Checkout ebenfalls unverändert und das Plugin schreibt einen Hinweis ins Log.
Typische Einsatzszenarien
Click and Collect im Ladengeschäft. Der Kunde bestellt abends, holt am nächsten Tag ab. Im Checkout steht die Anschrift deines Ladens samt Ort, auf der Rechnung ebenfalls. Deine Mitarbeiter an der Theke sehen dieselbe Adresse auf dem Lieferschein.
Abholung ab Lager im Großhandel. Im B2B-Verkaufskanal holen Wiederverkäufer palettenweise ab, im B2C-Kanal wird ganz normal per DHL verschickt. Du schaltest das Plugin nur im B2B-Kanal ein, der andere Kanal merkt davon nichts.
Abholung über die Grenze. Dein Lager steht in Österreich, ein Teil deiner Kunden in Deutschland. Mit der Steuerumstellung wird im Checkout der Satz des Abhollandes gerechnet, nicht der des Kundenwohnsitzes.
Technische Fakten für deine IT
Shopware 6.7, PHP 8.2 oder neuer. Das Plugin legt keine eigenen Datenbanktabellen an, bringt keine Migration mit und legt keine Custom Fields an. Die Shopware-Kern-Tabellen bleiben unverändert; alle Einstellungen liegen in der Shopware-Systemkonfiguration.
Das Plugin sendet keine Daten an externe Server. Es entstehen keine neuen personenbezogenen Daten: Die Abholadresse ist eine Adresse, die bereits als Kundenadresse in deinem Shop liegt. Beim Bestellabschluss wird sie wie jede andere Lieferadresse in die Bestellung geschrieben.
Technisch hängt sich das Plugin über einen Event-Subscriber an die Checkout-Bestätigungsseite, über einen zweiten an die Bestellanlage und über einen Decorator an die Sales-Channel-Context-Factory für die Steuer. Das Storefront-Template wird per sw_extends erweitert, andere Plugins und dein Theme können denselben Block weiter überschreiben. Jeder dieser Einstiegspunkte fängt Fehler ab und schreibt sie in einen eigenen Log-Channel, damit ein Problem in der Konfiguration nie den Checkout abbricht.
Zur Laufzeit kommt pro Checkout-Aufruf im Abholfall eine zusätzliche Datenbankabfrage für die Adresse dazu, sonst keine. Bei der Deinstallation bleiben keine eigenen Tabellen zurück, weil es keine gibt. Bereits abgeschlossene Bestellungen behalten ihre gespeicherte Abholadresse, denn die steht dort als reguläre Lieferadresse.
Ehrlich gesagt
Das Plugin verwaltet keine Filialen. Es kennt eine Abholadresse pro Verkaufskanal, nicht zehn zur Auswahl. Wer seine Kunden im Checkout zwischen mehreren Standorten wählen lassen will, braucht eine andere Lösung. Und ob der Steuersatz nach Abholland in deinem Fall der richtige ist, entscheidet dein Steuerberater. Das Plugin stellt die technische Möglichkeit bereit, mehr nicht. Am schnellsten siehst du das im Testshop: installieren, drei Felder füllen, einmal durch den Checkout klicken.
Häufige Fragen
Brauche ich dafür eine neue Versandart?
Nein. Du markierst deine vorhandenen Versandarten als Selbstabholung. Das Plugin bringt keine eigene Versandart mit und ändert nichts an Preisen, Regeln oder Verfügbarkeit deiner bestehenden Versandarten.
Funktioniert das mit meinem Theme?
In den allermeisten Fällen ja. Das Plugin erweitert genau einen Twig-Block der Checkout-Bestätigungsseite über sw_extends und lässt alle anderen Erweiterungen an dieser Stelle intakt. Nur wenn dein Theme genau diesen Bereich komplett ersetzt, muss die Anpassung einmal von Hand zusammengeführt werden.
Kann ich mehrere Abholstellen zur Auswahl anbieten?
Nein. Es gibt eine Abholadresse pro Verkaufskanal. Für eine Filialauswahl im Checkout ist das Plugin nicht gebaut, dafür brauchst du eine Filiallösung.
Was passiert mit der Rechnungsadresse meines Kunden?
Die bleibt unverändert. Das Plugin tauscht ausschließlich die Lieferadresse aus. Rechnung und Zahlungsdaten laufen weiter auf die Adresse, die der Kunde angegeben hat.
Ändert sich der Steuersatz dann bei allen Bestellungen?
Nein. Die Steuerumstellung greift nur, wenn sie eingeschaltet ist und der Kunde tatsächlich eine als Selbstabholung markierte Versandart gewählt hat. Alle anderen Bestellungen werden gerechnet wie bisher.
Ist die Steuerberechnung nach Abholland rechtlich korrekt?
Das hängt von deinem Fall ab und gehört zu deinem Steuerberater. Das Plugin koppelt den Steuersatz technisch an das Land der Abholadresse. Ob diese Kopplung für deine Konstellation die richtige ist, können wir nicht beurteilen.
Kann ich die Abholadresse nachträglich in der Bestellung korrigieren?
Ja. Die Adresse liegt als normale Lieferadresse an der Bestellung und lässt sich im Admin bearbeiten. Eine Neuberechnung der Bestellung setzt deine Korrektur nicht wieder zurück.
Was passiert bei der Deinstallation mit meinen Daten?
Es gibt keine eigenen Tabellen, die zurückbleiben könnten. Bestehende Bestellungen behalten ihre Abholadresse, weil sie dort als reguläre Lieferadresse gespeichert ist. Im Checkout erscheint danach wieder die Kundenadresse.
Sendet das Plugin Daten an externe Server?
Nein. Es gibt keine Schnittstelle nach außen. Alle Daten bleiben in deiner Shopware-Datenbank.
Bremst das Plugin meinen Checkout aus?
Kaum messbar. Im Abholfall kommt eine Datenbankabfrage für die Adresse dazu, bei allen anderen Versandarten steigt das Plugin nach der Prüfung der Versandart sofort wieder aus.
In welchen Sprachen liegt das Plugin vor?
Deutsch, Englisch und Niederländisch, sowohl in der Administration als auch im Checkout-Text der Storefront.
Features im Überblick
- Beliebig viele vorhandene Versandarten als Selbstabholung markieren
- Auswahl der Versandarten per Mehrfachauswahl in der Plugin-Konfiguration
- Abholadresse stammt aus der Standard-Lieferadresse eines Kunden, gewählt per Kundennummer
- Hinweistext und Abholadresse auf der Bestätigungsseite des Checkouts
- Adressanzeige und Steuerberechnung lassen sich unabhängig voneinander schalten
- Abholadresse wird fest in der Bestellung gespeichert
- Sichtbar in der Bestellübersicht im Admin sowie auf Rechnung und Lieferschein
- Die Rechnungsadresse des Kunden bleibt unverändert
- Neuberechnung einer Bestellung im Admin überschreibt eine korrigierte Adresse nicht
- Steuersatz und Steuerstatus folgen auf Wunsch dem Land der Abholadresse
- Versandkosten und verfügbare Versandarten richten sich weiter nach der Kundenadresse
- Hauptschalter je Verkaufskanal, jede Einstellung getrennt pro Kanal setzbar
- Oberfläche und Storefront-Texte in Deutsch, Englisch und Niederländisch
- Fehler landen in einem eigenen Log-Channel, der Checkout läuft weiter
- Keine eigenen Datenbanktabellen, keine Änderung an Shopware-Tabellen
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